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 Betreff des Beitrags: Zusammenarbeit?
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2012 

Registriert: 14. Oktober 2012
Beiträge: 2
Hallo,
ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit dem Hobby Sondengehen. Bislang habe ich mit einem Billiggerät gesucht und damit zumindest schon mal einige Erfahrungen sammeln können, wenn auch noch keine sonderlich wertvollen Dinge dabei waren. Nun spiele ich mit dem Gedanken, ein bisschen mehr in ein besseres Gerät zu investieren, das robuster ist und eine bessere Diskriminierung bietet. Wahrscheinlich das Garrett AT Pro und dazu noch einen Pinpointer. Doch bevor ich eine solche Investition mache, möchte ich einfach sicher sein, dass sich diese auch lohnt. Dabei geht es nicht um Rendite in Form von Funden, die mir das Gerät liefern soll, sondern darum, ob es überhaupt möglich ist, mein Hobby intensiver und vor allem LEGAL ausüben zu können. Ich bin zwar auch Geocacher, aber es ödet mich an, wenn ich ständig auf der Flucht sein soll und meinem Hobby nur bei Nacht und Nebel nachgehen kann, weil mir die Amtsarchäologie grundsätzlich unterstellt kriminell zu sein. Dem ist zum einen gewiss nicht so; ganz im Gegenteil, ich habe bereits ehrenamtlich bei einem archäologischen Projekt geholfen und helfe auch aktuell freiwillig bei einem anderen Projekt mit.

Die Entscheidung, ob ich Geld in das Hobby Sondengehen investieren soll, hängt für mich also davon ab, ob es möglich ist, dieses Hobby offiziell und legal zu betreiben, ohne ständig mit einem Bein im Gefängnis zu stehen.

Die Frage möchte ich daher so formulieren: Gibt es Erfahrungen (positive wie negative), die über die Zusammenarbeit von Sondengängern mit der Amtsarchäologie berichten können?

Macht es überhaupt Sinn, sich auf eine Zusammenarbeit einigen zu wollen und welche Folgen hätte das?
Ich hörte z.B. von Lizenzen / Suchgenehmigungen, die dann auch noch teuer bezahlt werden müssen. Würde mein Versprechen, keine eingetragenen Bodendenkmäler zu behelligen ( verbunden mit der Bitte um Einsicht in die Liste, damit man überhaupt mal weiß, was überhaupt eingetragen ist), überhaupt respektiert?

De facto sind Sondengänger für die Amtsarchäologie stets nur "interessierte Laien", denn keiner, der nicht mindestens seinen M.A. gemacht hat, hat in dem "Haifischbecken" etwas zu melden. Da können die Fachkenntnisse (und Funde) noch so gut und toll sein. Die wahre Anerkennung gehört nur dem ausgebildeten Archäologen, am Besten mit Doktor-Grad. Ihr seht, ich habe da gewisse Erfahrungen.

Sicherlich nicht unbedeutend ist die Info, dass ich in Hagen, NRW wohne, wo es zum Glück (noch) kein Schatzregal gibt, sehr wohl aber eine aufmerksame bis betonköpfige lokale Archäologie (historisches Zentrum Hagen).

Wäre toll, wenn ich hier ein paar Tipps bekommen könnte, ob es sich lohnt, einfach mal gutgläubig seine Zusammenarbeit anzubieten oder ob man besser die Finger davon lässt.

VG Jaykay


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 OfflineProfil  
 Betreff des Beitrags: Re: Zusammenarbeit?
BeitragVerfasst: 16. Oktober 2012 

Registriert: 14. Oktober 2012
Beiträge: 2
Ich habe mich zwischenzeitlich noch mal bei Thorsten Straub (www. sondengaenger.eu/de) eingelesen. Man kommt da ja gar nicht in einem Abend durch ;-) und bin da eigentlich voll auf seiner Linie. Sofern die Archäologen bereit sind, zu kooperieren und man als Sondengänger nicht nur benachteiligt wird (sei es durch finanzielle Knüppel oder mangels Anerkennung der eigenen Leistungen / Funde, kann man es wohl zumindest mal probieren. Nach ein oder zwei relativ unbedeutenden Fundmeldungen wird man dann ja sehen, wie gut oder schlecht eine solche Zusammenarbeit funktioniert. Immer vor dem Hintergrund, dass ich in NRW wohne und suche. Und natürlich sehr abhängig von der Kooperationsbereitschaft der angesprochenen Archäologen. Was ich mit Sicherheit schon jetzt sagen kann, ist, dass auch die Archäologen in Hagen (historisches Zentrum) bezüglich ihrer wohl in jedem Archäologie-Studium einzementierten Ansichten über Sondengänger nicht anders denken, wie der Rest der Zunft in Deutschland. So heißt es dort gerne, dass in Hagen bereits "Raubgräber" verfolgt und verklagt wurden, die nach den Überresten eines Bomber-Absturzes im Stadtgebiet gesucht hatten und einige Überreste ausgebuddelt hatten, um diese, wie üblich in der Bucht zu verticken. Dieser "Erfolg" ist natürlich nur dem ungeheuren Engagement des Herrn B. zu verdanken, dessen Fachgebiet das dritte Reich ist.

Eine Erkenntnis habe ich aber schon ganz sicher: Die ganze Archäologie ist ein "Haifischbecken" und jeder "Archäolüge", der in seinem Job mehr erreichen will, als nur einfache Grabungshelferdienste zu leisten, hat automatisch eine Profilierungsneurose. Das betrifft nicht nur selbständige Archäologen, sondern auch fest angestellte bei kommunalen Brötchengebern, denn auch deren Job ist durch die klammen Kassen ständig gefährdet. Einzige Chance, dem entgegen zu wirken ist, regelmäßig für "kleine Sensationen" zu sorgen, um sich zu profilieren und im Gespräch zu halten. In diesem Kontext muss man nicht nur das "Ansichreißen" von Sondengängerfunden sehen, sondern auch die oben beschriebene "Raubgräberhetze". Entschuldigend für die ganze Zunft kann man sagen, dass, wenn dieser Profilierungsdruck nicht bestehen würde, das Auskommen / die Zusammenarbeit mit den Archäologen sicher wesentlich einfacher wäre.

Wer das erkannt und verinnerlicht hat, weiß auch, wie er sich zu verhalten hat, wenn er mit Archäologen zu tun hat: Vorsichtig und keinesfalls vertrauensselig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammenarbeit?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2012 
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Registriert: 4. September 2012
Beiträge: 75
NRW ist der legalen Suche mit Metallsonde gegenüber sehr aufgeschlossen und vergibt entsprechende Genehmigungen.


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